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Heute spielte Davit keinen Jazz oder Weltmusik und auch nicht mit der
Band Akkitation. Flamenco, den er wirklich virtuos darbietet, haben wir
nicht zu hören bekommen. Davit, im armenischen Jerewan geboren, zeigt
uns die Musik seines Volkes auf eine Art und Weise die unter die Haut
geht. Er singt allein, nur mit seiner Gitarre begleitet, Volksmusik und
Kinderlieder aus seiner Heimat. Dabei muss er seinem Publikum erklären,
ob es sich um ein lustiges oder ein schwermütiges Stück handelt. Für mich
hinterlassen alle diese Lieder einen Eindruck von Schmerz und Sehnsucht.
Vielleicht mal ein wenig mehr, mal weniger. Die Texte handeln von der
Schönheit der Sonne, dem Ende oder dem fehlenden Regen. Ein Stück
handelt davon, wie es Armeniern im Ausland ergeht. In dieser
Davit Drambyan
Interpretation fängt das Stück mit dem Deutschlandlied an. Später erfahren
wir dann, wie unsere Hymne auch schwermütig, eben armenisch klingen
kann.
Die Akustik in der Templerkapelle kommt Davits Musik durch seinen
Nachhall sehr zu Gute.
Die Zuschauer bekommen einen immer besseren Draht zur Musik. Der
Applaus steigert sich mit jedem Stück. Am Ende fragt Davit, ob er noch ein
Stück spielen soll. Er erhält allgemeine Zustimmung. Wer Interesse an der
armenischen Musik gefunden hat, kann sich auf der Internetseite des
Künstlers (http://drambyan.com) weiter informieren.
Davit Drambyan beim Tempersommer 2012 in Mücheln